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Wicked Women Wednesday - Alma Deutscher

 

Hallo und willkommen zurück zu khamo!

 

Wir wünschen euch allen ein gutes neues Jahrzehnt, und dass ihr eure Wünsche und Träume erfüllt seht 😊.

Unsere Wünsche und Träume möchten wir hier mit euch allen teilen. Wir wollen, dass die Community von khamo-begeisterten Menschen immer mehr wächst und es einen regen Austausch unter euch gibt!

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Nach einer kleinen Pause auf unserem Blog starten wir jetzt wieder so richtig durch! Ladies first, und darum stellen wir euch heute wieder eine Wicked Woman vor! Oder eher ein Wicked Girl, denn Alma Deutscher zählt erst zarte 14 Jahre, und ist trotzdem auf dem Weg, Geschichte zu schreiben. Warum werdet ihr jetzt erfahren…

 

 

Wunderkind

Alma Elisabeth Deutscher wurde 2005 als Tochter von Janie Steen und Guy Deutscher, einem israelischen Sprachwissenschaftler geboren und wuchs in Dorking, Surrey auf. Bereits ihre Mutter absolvierte eine Ausbildung zur Organistin an der Universität in Oxford, ihr Vater eine als Flötist.

Alma selbst begann das Piano bereits mit zwei Jahren zu spielen, ein Jahr später kam noch Geige hinzu. Ihre ersten eigenen Kompositionen waren simple Improvisationen auf dem Klavier, aber dabei sollte es nicht bleiben. Bereits im zarten Alter von sechs Jahren vollendete sie die Komposition zu ihrer ersten Klaviersonate in Es-Dur.

Ein Jahr später wurde die Öffentlichkeit dann auf sie aufmerksam. Mit nur sieben Jahren reichte sie eine selbst komponierte kurze Oper bei dem English National Opera - Wettbewerb ein. „The Sweeper of Dreams“ (z. dt. Der Traumfeger) basiert auf einer gleichnamigen Geschichte von Neil Gaiman und wurde mit einer Interpretation des Textes eines Libretto von Elizabeth Adlington kombiniert.

 

„I had the theme when I was very young, and it was very mysterious”, sagte sie damals in einem Interview. (z. dt. „Ich hatte die Titelmusik schon, als ich noch sehr klein war, und sie war sehr mysteriös.“)

 

 

Gut, dass sie es umsetzte, denn obwohl die Oper nicht in die finale Auswahl aufgenommen wurde, so öffnete sie doch Tür und Tor für die junge Komponistin und zeigte, dass sie in so jungen Jahren nicht nur eine einzigartige Begabung für Musik hatte, sondern dass sie ein Kind dieser Zeit ist. Denn in ihrer Version der Geschichte wird der Traumfeger aus seiner Pflicht befreit, weil er betrunken erschienen war. Alex T. Strumm, die Heldin des Stückes, bewirbt sich um die frei gewordene Stelle, und bekommt sie am Schluss auch, trotz Widrigkeiten und ihres jungen Alters.

Alma sagte dazu, dass sie Heldinnen, welche Schwierigkeiten überwinden müssen, vorzöge. So muss sich auch Alex drei Interviewern stellen, welche sie wegen ihrer Jugend und ihrem Geschlecht verspotten.

 

 

Cinderella

Dies zeigt sich auch in ihrem nächsten großen Werk, einer abendfüllenden Oper, welche den Kinderklassiker „Cinderella“ neu interpretiert. Allerdings hat sie in den vier Jahren der Arbeit daran den Plot nach ihren Wünschen moderner umgestaltet. Aschenputtel ist hier keineswegs einfach nur ein hübsches Mädchen, das den Prinzen allein durch ihre oberflächliche Schönheit bezaubert und ihm das Herz stiehlt. Alma lässt sie, wie sich selbst, zu einer Komponistin mit brillantem Geist werden. Die Stiefmutter leitet ein Opernhaus, in welchem Aschenputtel die Schmutzarbeit übernehmen muss. Der Prinz selbst interessiert sich viel mehr für die Schönheit geschriebener Worte und deren Klang als für die Machenschaften seines Königreiches. Durch einen Zufall findet Aschenputtel ein Gedicht aus seiner Feder und spinnt darum eine Melodie. Das Lied berührt das Herz des Prinzen, als sie es bei dem königlichen Ball zum Besten gibt, und er erkennt sein eigenes Gedicht. Nicht mit einem Glasschuh, sondern mit einer Melodie, welche nur Aschenputtel vervollständigen kann, macht er sich auf die Suche nach ihr. Eine modernere Version mit pfiffigen Ideen und der Gewissheit, dass sich die Beiden genauso finden werden wie Worte eine Melodie.

 

 

Dass Melodien das Herz ihrer Kompositionen sind, und nicht Pomp, Schwierigkeit oder Komplexität, verrät sie auch in einem Interview.

 

“For me, the most important thing in music is the melodies, it is not that everything has to be very complex or very serious, but that people actually want to listen to it and enjoy it. Sometimes, when I get the melodies, I hear them just sung or I hear a melody for orchestra. But then, actually sitting down and developing the melodies, that’s the really difficult part, having to tell a real story with the music.”

(z. dt. „Für mich ist das Wichtigste in der Musik die Melodie, nicht, dass alles sehr komplex oder sehr ernst sein muss, sondern dass Leute wirklich zuhören und es genießen. Manchmal wenn mir die Melodien einfallen, höre ich sie nur gesungen, oder als eine Melodie für ein Orchester. Aber das eigentlich Schwierige ist, sich hinzusetzen und die Melodien zu entwickeln, eine wirkliche Geschichte mit der Musik zu erzählen.“)

 

 

Das gelingt ihr mit ihren Kompositionen auf jeden Fall. Leicht, trippelnd und jung, aber nicht weniger aufwendig, komplex, tiefgründig oder interessant als Werke anderer Meister.

Interessant ist auch ihre Methode, wenn es dazu kommt, diese Melodien nieder zuschreiben. Schon als Sechsjährige meinte sie, dass die Melodien immer von selbst zu ihr kommen würden, aber nie, wenn sie versucht es zu erzwingen. Egal ob beim Seilhüpfen oder bei Gesprächen mit anderen Leuten, die Melodien strömen ungebeten aber erwünscht in ihren Kopf. Auch wenn sie nur am Klavier improvisiert, fallen ihr neue Ideen ein.

 

Für diese Ideen wurde Alma schon mit vielen Auszeichnungen geehrt, unter anderem mit dem Europäischen Kulturpreis im Oktober 2019, und es versteht sich von selbst, dass sie weltweit Konzerte gibt.

 

 

Sirenen

Das am kürzesten zurückliegende Konzert ist jenes in der Carnegie Hall, bei welchem sie mit dem Konzertwalzer „Siren Sounds“ (z. dt. Sirenengesang) überzeugte und jubilieren ließ.

 

Wir sind auf jeden Fall schon auf weitere Sirenenrufe ihrerseits gespannt, und mit welchen Melodien sie die Welt noch weiter verzaubern wird.

 

Genauso, wie sie ihr Talent zu ihrem Traum gemacht hat und diesen lebt, möchten wir euch ebenfalls dazu ermutigen, dasselbe zu tun. Sei mutig, sei einzigartig, sei du selbst.

 

 

 

 

Sabina Annette Khan dankt herzlich für diesen Blogeintrag.

 

Der Artikel wurde geschrieben von Julia Köttritsch, einer Kostümdesign Studentin der HAW Hamburg. Sie ist für den Blog von khamodesign zuständig und bringt euch sowohl in regelmäßigen Abständen starke Frauen im Wicked Women Wednesday näher, als dass sie auch über die Neuigkeiten von khamodesign berichtet. 

 

 

 

Quellen:

 

Alma Deutscher

https://www.almadeutscher.com/compositions

zuletzt aufgerufen am 04.01.2019

 

BBC; „Alma Deutscher, seven, writes opera The Sweeper of Dreams”; 22. Oktober 2012

http://bbc.com/news/av/entertainment-arts-20036511/alma-deutscher-seven-writes-opera-the-sweeper-of-dreams

zuletzt aufgerufen am 04.01.2019

 

Alma Deutscher

https://de.wikipedia.org/wiki/Alma_Deutscher

zuletzt aufgerufen am 04.01.2019

 

Salzburger Landestheater

http://salzburger-landestheater.at/de/personen/alma-deutscher.html

zuletzt aufgerufen am 04.01.2019

 

OE1; „Die Komponistin und Pianistin Alma Deutscher“; 17.02.2018

http://oe1.orf.at/artikel/640807/Die-Komponistin-und-Pianistin-Alma-Deutscher

zuletzt aufgerufen am 04.01.2019

 

 

 Bild Kinderhand von Matthias Böckel auf Pixabay

 

 

 

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